Wie plane ich meine Familie?

Zur Sexualität gehört für jeden normalen Menschen auch die Familienplanung. Das heißt aber auch das Christen sich mit den Fragen der Verhütung auseinandersetzen müssen. Ja müssen. Oft wird in diesem Zusammnehang auf die Patriarchen hingewiesen. Zum Beispiel Jakob. Nun ich kann jeden der jetzt nervös auf dem Stuhl herumrutscht veraten. Miemand von den Glaubensvätern hatte von einer Frau ein Dutzend Kinder.

Familienplanung ist ganz normal im Leben eines Menschen. aber sind Familienplanung und Empfängnisverhütung für Christen tabu?
Ich denke, bevor wir uns jetzt mit der Empfängnisverhütung befassen, sollten wir erst einmal grundsätzlich über Familienplanung reden. Ich glaube ganz fest, dass vom Grundgedanken her zur Ehe auch Kinder gehören.

Die Familienplanung ist ein heikles Thema, weil hier viel in die Welt gesetzt wird, was jeder biblischen Grundlage entbehrt.
Meist wird hier Onan und sein sündhaftes Verhalten als schlimmes Beispiel angeführt. Aber Onan hat nichts mit »Onanie« und nichts mit »normaler« Familienplanung  zu tun. Onan war ganz einfach Gott ungehorsam. Er wollte Gott hintergehen, ihn betrügen.

"Da sagte Juda zu Onan: Geh zu der Frau deines Bruders ein, und geh mit ihr die Schwagerehe ein, und laß deinem Bruder Nachkommen erstehen!
Da aber Onan wußte, dass die Nachkommen nicht ihm gehören würden, geschah es, wenn er zu der Frau seines Bruders einging, dass er den Samen auf die Erde fallen und verderben ließ, um seinem Bruder keine Nachkommen zu geben.
Und es war böse in den Augen des HERRN, was er tat; so ließ er auch ihn sterben." 1 Moses 38, 8 - 10

Onan wollte nicht, dass sein verstorbener Bruder Nachkommen bekam.
Vielleicht wollte er ihn beerben. Tatsache war, dass er sich dem Willen Gottes verweigerte und versuchte Gott und die Welt zu täuschen.

Deswegen musste er sterben.
Ich meine, dass es der Gedanke, der hinter dieser Art von »Empfängnisverhütung« steckte, war die ihn »automatisch« verurteilte.
Er wollte betrügen.
Das gleich zweifach!
Sowohl Tamar, die Frau, als auch Gott. Das brachte ihm den Tod.

Für jedem, dem klar ist, das Gott es ist, der Leben schenkt, sollte auch klar sein dass Gott so reagieren musste.
Denn Er allein ist der Herr über alles Leben. Er allein entscheidet letztendlich das wann, wo und wie.

"Denn du bildetest meine Nieren.
Du wobst mich in meiner Mutter Leib." Psalm 139, 13

"...auch wird er nicht von Menschenhänden bedient, als wenn er noch etwas nötig hätte, da er selbst allen Leben und Odem und alles gibt." Apostelgeschichte 17,25

Ich denke man muss hier durchaus zwei Dinge unterscheiden.
Nämlich Familienplanung auf der einen Seite und die Empfängnisverhütung auf der anderen Seite.

"Wenn sie sich aber nicht enthalten können, so sollen sie heiraten, denn es ist besser, zu heiraten als vor Verlangen zu brennen." 1 Korinther 7, 9

Grundsätzlich gibt es auch bei den wiedergeborenen Gotteskindern Menschen, die möchten, wenn sie verheiratet sind Kinder, und andere, die möchten keine. Die endgültige Entscheidung darüber fällt aber nur Gott.
Und das muss man ihm zugestehen, das ist sein Recht. Nicht deines.

Ich weiß von Ehepaaren, die sich unter Gebet und Tränen Kinder wünschten und Gott sagte, nein.
So tragisch das im Einzelfall auch immer wieder ist, sollten wir nie vergessen:

"Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken." Römer 8, 28

 

Das müssen wir bei diesem ganzen Thema immer groß vor Augen haben.
Egal ob unser Herr Jesus Kinder schenkt wenn wir sie uns wünschen,
ob er sie uns überraschend schenkt,
oder ob er sie uns verweigert.

»Was Gott tut, das ist wohlgetan!«


Ich gebe zu, dass das manchmal auch sehr,sehr hart sein kann, aber es bleibt in jedem Fall richtig.

Man muss hier, gemeinsam (das Ehepaar) abwägen, will ich Gott betrügen wie einst Onan es tat, oder will ich, unter Gebet und in der ständigen Abhängigkeit von Gott eine Familienplanung durchführen.

Es ist uns nichts davon ausführlich in der Bibel überliefert.
Wir wissen nur von Fällen wo Gott Kinder erst verweigert hat und nach vielen Jahren, nach anhaltendem Gebet, Kinder schenkte.

Bei Hanna, Sara oder Elisabeth zum Beispiel.

Aber ich glaube dass, wenn das für Gott, Israel oder die junge Gemeinde ein Problem gewesen wäre, dann wären wir davon unterrichtet. Zu behaupten, dieses Thema wäre Gott unwichtig gewesen, halte ich für abwegig.

Es ist auch keine Wertigkeit darin, wem Gott Kinder zugesteht und wem nicht. Aber eines ist gewiß. Kinder sind immer ein zusätzlicher Segen Gottes und niemals eine unzumutbare Belastung.

Du kannst sicher sein, wenn Gott nun ausgerechnet dir keine Kinder schenkt, dann nur weil er dich für eine ganz besondere Aufgabe ausgesucht hat, bei der du dich nur auf ihn konzentrieren sollst.

Die Empfängnisverhütungsmittel, die heute auf dem Markt sind, haben alle noch eine relativ hohe Versagensquote.
Das muss man zum Einen wissen. Das bedeutet, wenn Gott dieser Verhütung nicht zustimmt, klappt das sowieso nicht. Ich will damit sagen, dass du dich nicht total verweigern darfst. Sondern du musst die letztendliche Entscheidung schon dem Herrn Jesus Christus überlassen. Das musst du ja auch tun, wenn es darum geht, ein Kind zu bekommen.

Bei diesen Verhütungsmitteln gilt es aber einiges zu beachten. Sie teilen sich in zwei Hauptgruppen.

Taugliche und untaugliche.

Untauglich sind alle Mittel und Medikamente die vorhanenes Leben abtöten. Ich möchte da nur an die »Spirale« oder an die »Pille danach« erinnern. Ebenfalls untauglich ist die »Knaus Ogino Methode«. Sie ist nicht viel sicherer als würfeln, und belastet nervlich zu stark.

Widerspricht das nicht allem, was ich vorher über die Freiheit des wiedergeborenem Christen gesagt habe?
Ich glaube nicht.
Denn dies soll kein Gesetz werden, auch kein Freibrief, irgend etwas zu tun, sondern nur eine Gedankenhilfe. Entscheiden kann ich nichts für dich. Aber so wie ich meine Bibel kenne, fordert Gott nirgendwo, von niemanden, dass er sich oder seine Frau zu einem Kaninchen oder einer Maus macht.

Ich bin überzeugt davon, wenn du Familienplanung in der Verantwortung und im Gebet vor Gott betreibst, dann wird Gott dir den Zeitpunkt klarmachen, an dem er dir ein Kind schenken will.  Das muss nicht unbedingt der Zeitpunkt sein, den du dir erwählt hast, aber es wird der richtige sein. Vertrau Gott