
Es war vor vielen Jahren...

Zehn Jahre «Jesus ist Sieger».
Das klingt fantastisch, ist aber leider nur die halbe Wahrheit.
JiS ist genau genommen doch schon einiges älter.
Das erste Buch, an dessen Herstellung wir, als Familie, mithelfen durften, war das «Lindebuch» von Gotthold Beck. Die Lebensgeschichte der Lintraud Beck, die bereits mit 20 Jahren heimging. Schon früher gaben wir, unter dem Namen «Frucht ist Gnade» die bebilderten Gebetsheftchen von Bruder Beck heraus. Im Jahre 2000, ich meine es war im April, nahmen wir den Namen «Jesus ist Sieger» an. Unter diesem Namen wurden dann die ersten Homepages eingerichtet.
Jesus-ist-Sieger.de, JesusistSieger.de, Jesus-siegt.de und Jesussiegt.de. Diese vier Namen führten gemeinsam auf unsere erste Internetpräsenz. Ein biblisch-fundamentalistisch orientiertes Zeugnis im Internet. Das war vom Prinzip her nichts Neues. Es gab durchaus Homepages, die deutlich älter waren als unsere. Jesus.de war eine davon. Doch, aus unserer Sicht wollten es die Macher dieser Page es zu vielen Gruppen gleichzeitig recht machen. Was da entstanden war, war ein Konglomerat diffuser, oft recht krauser Meinungen. Der Satz: «Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.» zeigte hier seine ganze harte Wahrheit. Ich habe mir gerade, nach etlichen Jahren, diese Seite noch einmal angeschaut und mir graust. Oh Herr, ich bewundere Deine Geduld mit den Menschen. Diese Aussage hat nichts mit Hochmut zu tun, denn allein wenn ich auf mein Wirken schaue, drängt er sich mir auf. Aber das Geschehen dort ist so weit von der Bibel weg, wie der Osten vom Westen. Ich gebe zu, ich würde diese Seiten gerne ignorieren, dafür aber sind sie zu groß. Aber der Herr Jesus Christus kann auch dort Wunder tun. Ich glaube schon, dass er dem Gott dieser Welt, der dort verherrlicht wird, das Handwerk legen wird.
Aber genug des Redens über das Böse. Wenden wir uns dem Geschehen um unsere Seite zu, die ja nun zehn Jahre besteht.
Nicht alles, was in diesen zehn Jahren geschah und unter meiner Verantwortung liegt, gereicht mir zum Ruhm. Manches würde ich gerne ungeschehen machen. Wie gut, dass wir einen Herrn und Heiland haben, der bereit ist, dem Bußfertigen zu vergeben. Das ermöglicht uns immer wieder, wenn wir in die Irre gegangen sind, Buße zu tun, umzukehren zu Ihm, dem Schöpfer und Erhalter aller Dinge.
Aber auch, wenn diese Seiten in all den Jahren nur einem Menschen geholfen hätte, nur bei einem Menschen ein wenig Licht und Hoffnung ins Leben gebracht hätte, hätte sich der ganze Aufwand gelohnt. Die Aufgabe dieser Seite liegt, auch wenn manch einer das denkt, nicht darin, mit den Fehlern irgendwelcher anderer Internetseiten oder Konfessionen abzurechnen, unsere Aufgabe ist es, die Botschaft unseres wunderbaren Herrn und Heilandes weiter zu geben. Die Botschaft, dass am Kreuz von Golgatha Vergebung erwirkt wurde. Vergebung für Sünde dieser Welt. Für meine und Deine Sünde starb Jesus Christus, der eingeborene Sohn des lebendigen Gottes, jenen fürchterlichen Tod, der notwendig war, all unsere Schuld zu sühnen.
Gott selbst wurde Mensch in Jesus Christus um den Preis zu bezahlen, der uns freikaufte aus der Gefangenschaft Satans, in die wir durch eigene Schuld geraten waren.
Darum kann auch nur dieser eine wunderbare Gott, von dem uns die Bibel berichtet, Schuld vergeben - und er tut es, denn er hat gesagt, dass er niemand der zu ihm kommt, zurückweisen wird.
Wir haben diese wunderbare Erfahrung machen dürfen und darum können wir dieses Wissen weitergeben.
Darum und nur darum sind wir, was wir sind:
Kinder des lebendigen Gottes
und
nach 2.Korinther 5,20 "...Botschafter für Christus, und es ist Gott, der durch uns mahnt. Wir bitten im Auftrag von Christus: Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!"
Diese Botschaft, die Botschaft von dem vergebenden Gott sagen wir weiter. Wir sagen sie weiter, weil wir gar nicht anders können, wir würden zerplatzen, würden wir schweigen. Weil das so ist, nutzen wir jede sich uns bietende Möglichkeit, das zu tun.
Wir unterhalten diese Seiten, wir stellen Schriften her, in denen wir (und andere) das Hohelied dieses wundervollen Gottes verbreiten, die Botschaft dass nicht ein Mensch verloren gehen muss, dass jeder der will umkehren und diesem Gott, der sich in Jesus Christus offenbart hat nachfolgen kann. Selbstverständlich führen auch evangelistische Veranstaltungen durch. Oder, weniger geschwollen ausgedrückt, wo immer man uns lässt, verkünden wir durch die Predigt die Nachricht, von dem Gott, der wirklich freimacht.
Leider sind mir da doch einige Grenzen gesetzt. Durch meinen Ungehorsam wurde ich zum Krüppel. Meine Erkrankungen schränken meinen Wirkungskreis ein.
Das heißt nicht nur, dass der Radius meiner Predigteinsätze auf etwa 100 km beschränkt ist, es bedeutet auch, dass die Maschinen und Geräte, mit denen wir arbeiten, in gewisser Weise behindertengerecht sein müssen.
Die Feinmotorik ist durch die Parkinsonerkrankung stark beeinträchtigt. Die COPD (chronisch obsessive Bronchitis) sorgt dafür, dass alles, was mit körperlicher Belastung einhergeht, für mich nur relativ kurzzeitig möglich ist. Dann bekomme ich keine Luft mehr und muss pausieren.
Ein sehr großes Problem war da das Binden der Bücher.
Gerade daran aber war dann auch die Größe und Herrlichkeit unseres Gottes zu sehen. Als ich mich nach Wochen, in denen ich verzweifelt versuchte, die Bücher mit der Hand weiter zu binden, dann doch entschloss, die Geschwister, für die ich dies Arbeit tat, mit meinen Problemen vertraut zu machen, war ich ohne Hoffnung, dass die Schriftenarbeit von «Jesus ist, Sieger» weitergehen würde.
Einer der Brüder, für die ich druckte, erklärte sich dann bereit uns mit einem dreistelligen Betrag zu helfen. Maschinen zum Buchbinden, wie sie mir vorschwebte, kosten aber gewöhnlich vier- und mehrstellige Beträge.
Da geschah das Wunder Nummer eins:
Bei eBay stellte jemand aus Holland eine solche Maschine ein. Einen Planax PefektBinder F2, etwa drei Jahre alt. Ich bot mit und erhielt den Zuschlag bei exakt 1000,00 €. Nun hatte ich den Zuschlag, aber bei weitem nicht genug Geld sie zu bezahlen. Auch für den Transport fehlten mir die Mittel, war der Binder doch ca. 1,30 m x 1,30 m groß und besaß eine Tiefe von etwa 80 cm und ein Gewicht von mehr als 200 kg.
Da bot Martin aus Essen seine Hilfe an.
Damals besaß er noch einen VW Bully.
Mit dem fuhren wir dann nach Holland, erst in ein kleines Dorf an der holländischen Nordsee, das als Sitz der Firma des Verkäufers angegeben war. Der Verkäufer war da, aber sein Lager war bei Venlo, also nur ein paar Kilometer von Essen, gleich hinter der Grenze. Dort angekommen stellten wir fest, dass der Heizwinkel fehlte. Die Maschine ist für die Kaltverleimung hergestellt worden. Deshalb gibt es diesen Winkel, damit man die Bücher schneller trocknen kann. Das allerdings ist für die Qualität der Leimung abträglich. Aber aufgrund dieses «Mangels» konnten wir den Kaufpreis noch so weit senken, dass der Sprit für diese «Rundfahrt» durch Holland wieder drin war.
Das Problem mit dem Binden der Bücher war also wunderbar gemeistert. Kein anderer Binder ist danach wieder, in diesem Alter, zu diesem Preislein verkauft worden.
Dank an alle, die damals dafür beteten.
Wollen wir gemeinsam für die vergangenen zehn Jahre danken und für die vor uns liegende Zeit bis zur Entrückung um Segen bitten.
Denn der ist sehr nötig.
Doch davon auf der Seite «Probleme» mehr.
