
Susanne findet Gott
Essen, 15. September 2010
35 Jahre meines Lebens hatte ich ohne Gott gelebt, warum auch nicht???
Dann kam der Tag, an dem nichts mehr ging. Ich war geschieden, alleinerziehende Mutter von 3 Kindern, hatte eine Angsterkrankung die mir das Leben fast unmöglich machte. Einfach so rausgehen, einkaufen, auf den Spielplatz gehen mit den Kindern, war nicht mehr möglich, die Angst war mein bester Freund, oder besser gesagt, mein schlimmster Begleiter geworden. Sie schränkte mich immer mehr ein, bekam immer mehr Macht über mein Leben.
Als dann auch noch meine geliebte Oma starb, dauerte es nur noch ein Jahr, bis das ich verzweifelt am Boden lag und nicht mehr weiter konnte. Eine Therapie hatte nicht geholfen, aber Aufgeben???? Nein, niemals, das kam nicht in Frage, aber, wer sollte mir noch helfen können????
Ich fing an zu beten, zu fragen ob es Gott wirklich gebe? Ob es ihn für mich geben könnte???? Mir wurde klar, das, wenn es ihn wirklich gäbe, er der EINZIGSTE wäre, der mir noch helfen könnte. Wochenlang betete ich, verzweifelt, ich wusste nicht mehr weiter.
Im Internet gab ich dann mal Gott ein in meinem Browser. Und es gab viele Internetseiten dazu. Und ich rief genau die auf, wo gleich als erstes stand, das Gott MICH liebt. Das war nun nicht das, was ich lesen wollte, das konnte ich nicht glauben, aber ich suchte weiter, und fand Christliche Foren. Dort meldete ich mich in einem an, und stellte ganz viele Fragen, und ich bekam Antworten.
Ich begann in der Bibel (einer Katholischen Ausgabe) zu lesen, fing mit dem Alten Testament an, und verstand das nicht. Es war erst mal nur ein großes Unverständnis für mich. Dann schrieb ich in dem Forum, das ich das alles nicht verstehen kann, und dort empfahl man mir, das ich mir besser eine andere z.B die Elberfelder Bibel zulegen sollte und das ich im neuen Testament in den Evangelien anfangen zu lesen sollte.
Ich las also in den Evangelien, las von Jesus, der vor 2000 Jahren lebte, der starb und meine Sünden auf sich nahm, weil er MICH so sehr liebt.
Ich begann diesen Jesus lieb zu gewinnen, und dann eines Abends, wo ich wiedermal sehr verzweifelt war, bekannte ich Gott alle meine Sünden, ich heulte Rotz und Wasser vor Scham. Über eine Stunde weinte und betete ich. Ich nahm dankbar an, was Jesus für mich getan hatte. Und langsam wurde ich Ruhiger, und dann überkam mich ein Frieden, wie ich ihn nicht kannte. Am nächsten Morgen schrieb ich einer Bekannten aus dem Forum eine E-Mail, ich schreib ihr von dem Abend davor. Und sie Antwortet sehr schnell, sie freute sich, eine neue Schwester zu haben. Und ich wusste nicht, wie mir geschah, ich hab seit dem viele neue Schwestern und Brüder im Herrn.
Ich bekam durch dieses Forum, durch die Schwestern dort, so viele Hilfen. Ich lernte dort auch einen Bruder kennen, der – aus einer andren Stadt kommend, sich um meinen kaputten PC kümmerte und mir von seiner Gemeinde erzählte. Die Gemeinde fing an, mich zu interessieren, und ich wollte sie kennen lernen. Der Bruder meinte, das sei kein Problem, und so bekam ich erst mal Kontakt per Telefon mit einer Schwester. Später dann lernte ich die Gemeinde auch ganz kennen, mit Gottesdienst, mit Ausflug. Und ich überlegte, ob das eine Gemeinde für mich und meine Kinder sein könnte? Allerdings, das war ja klar, müssten wir dafür in eine andere Stadt ziehen, was ich nicht so gerne wollte. Es dauerte nicht lange, und mir wurde klar, dass das genau unser Weg sein sollte, und meine Kinder waren auch für diesen Umzug.
So halfen uns die Mitglieder der Gemeinde, eine Wohnung in der fremden Stadt zu finden, halfen bei Besorgungen und Renovierung der Wohnung und 2 Tage vor Silvester war Umzugstag. Und ich wusste mich ganz in Gott geborgen und konnte diesen Schritt ohne Angst, dafür aber mit vollem Vertrauen auf Gott tun.
Es dauerte dann noch wenige Monate, bis diesem besagten Bruder und mir klar wurde, das Gott uns zusammen gestellt hat, das wir uns Lieben. Und so war dann kurz darauf Heirat in der Gemeinde. Ein ganz lieber Bruder traute uns, die ganze Gemeinde war anwesend, Freunde, und Familie.
Nun feiern wir bald unseren 5. Hochzeitstag. Und Gott??? Jesus Christus??? ist immer noch Herr über unser Leben, ist immer noch der Gott, den ich liebe.
Susanne Gebert
