So gings los

Im April des gerade begonnenen Jahrtausends wurde die erste JiS-Domain eingetragen.

Doch die Geschichte von JiS ist um etliche Jahre älter. Ich habe 1979/80 eine Umschulung zum Informationselektroniker gemacht.
Über die Funktechnik bin ich dazu gekommen. Der Ausbildungsgang zum Radio- und Fernsehmechaniker war total überfüllt.
Da ich bei den Eignungstests recht gut abgeschnitten hatte, bot man mir an, diese computerspezifische Ausbildung zu machen. Ich schloss die Ausbildung im September 1980 mit Erfolg ab.
Ab Ende der 80er Jahre arbeitete ich bei einem Düsseldorfer Computerhändler, der zwar auf Apple spezialisiert war, aber auch Atari-Computer verkaufte. Diese Rechner, die für die damalige Zeit sehr fortschrittlich waren, waren bald der Bereich, für den ich zuständig war.
Als dann auf dem Apple und ein wenig später auf dem Atari die ersten Hypertext-Versionen liefen, war sehr schnell absehbar, dass hier ein Weg war, schnell und Platz sparend Informationen zu handhaben und dadurch Mengen an Daten vielen zugänglich zu machen. Aber das Internet, oder besser seine Anfänge, war damals den meisten Europäern verschlossen. Hier blieb nur BTX. Aber auch da begann man schnell festzustellen, dass Daten -visuell dargestellt- einen hohen Informationsgehalt haben.

Jesus ist Sieger- Arbeit, ende der 80 er Jahre. - von li. Frank Kopelin, Peter Schuler

In den 80er Jahren gab es dann eigendlich die ersten Anfänge der Jesus ist Sieger Arbeit. Während einer Zeit der Arbeitslosigkeit, eröffnete ich einen kleinen Schriftenstand auf der Kettwiger Straße in Essen. Direkt auf dem Burgplatz. Also praktisch direkt vor dem Dom.

Etwa 1 1/2 Jahre, bei Wind und Wetter verkündigte ich dort etwa alle halbe Stunde das Evangelium in kurzen Predigten und verteilte diverse Schriften christlicher Verlage. Damals entstand das Bild, das wir auf dieser Seite haben. Es war eine wunderbare, eine gesegnete Zeit.

Dann bekam ich wieder Arbeit. Die sog. Heimcomputer eroberten den Markt. Eine gute Zeit um mit meiner Ausbildung Karriere zu machen.

Die Missionsrbeit musste aus Zeitmangel eingestellt werden. Bald fielen auch Gottesdienste, Bibelstunden, Hauskreise weg. Alles nur um dem nachzujagen, was man Erfolg nannte.

1992 war für mich ein hartes Jahr, in dem ich viel lernen und einstecken musste.
Ich stellte fest, dass ich kaum noch in der Lage war, richtig zu gehen, ich verlor auch zunehmend die richtige Koordinationsfähigkeit meiner Hände. Es gelang mir bald nicht mehr, meinen miserablen Zustand zu verbergen. Man schickte mich zum Arzt. Schnell stand die erste niederschmetternde Diagnose fest: Osteoporose. Kurz darauf gab es die zweite Hiobsbotschaft: AVK Typ II. Das heißt fast völliger Verschluss der Arterien durch Ablagerungen, die durchs Rauchen entstanden waren.

Um meine Beine zu retten wurde mir innerhalb weniger Tage eine Y-Prothese gelegt. Das ist ein Bypass, der von der Bauchschlagader bis in beide Oberschenkel geht. Als dann etwas später festgestellt wurde, dass ich grünen Star (Glaukom) hatte, war klar: Ich werde nie wieder in meinem alten Beruf arbeiten können. Ich wurde zu 100% "verrentet" (das heißt, ich wurde Frührentner). Das hört sich zwar harmlos an, aber für mich war es schrecklich. Vorher bin ich manchmal 48 Stunden ununterbrochen im Büro gewesen. Ich hatte immer gut zu tun. Jetzt aber: Nichts, gar nichts mehr! Nur Ruhe! Spazieren gehen konnte ich nicht. Die ersten Wochen verbrachte ich sogar im Rollstuhl. Auch danach bereitete mir das Gehen aufgrund der Osteoporose starke Probleme. Als dann später noch eine recht starke Gicht dazu kam, war es damit fast ganz vorbei. Dann kam auch noch Parkinson dazu.

Aus einem "relativ gut verdienenden Mitglied der Gesellschaft" wurde ein Rentner. Nutzlos, hilflos und für alle nur eine Belastung.

Oh, ja meine Familie hielt unverbrüchlich zu mir. Aber trotzdem wurde alles anders. Da war eben nicht mehr der Papa, der für Frau und 4 Kinder immer da war, wenn es drauf ankam. Da war nur jemand, auf den man Rücksicht nehmen musste, weil er endlich trotz aller Schmerzen eingeschlafen war. Ich weiß nicht, wie meine Familie das damals empfand. Wir redeten nicht über jene ersten Jahre. Aber ich glaube, dass sie auch sehr unter den Veränderungen litten. Bezogen sie sich doch auf alle Bereiche unseres Lebens. Kam früher eines der Kinder, um ein paar neue Inliner zu erbitten, dann brauchten wir nicht zu überlegen, ob das machbar war oder nicht - wir konnten sie jederzeit kaufen.

Nun war alles anders, die Rente reichte nicht mehr, weder vorn noch hinten. Auch die Aufstockung durch Sozialhilfe war nicht das wahre.

Ich aber tat mir nur leid. Alle waren schuldig an meiner Misere. Nur ich nicht. Dabei war ich es gewesen, der seinen Körper mit Rauchen und Trinken ruiniert hatte. Ich hatte wirtschaftlichen Erfolg über das Leben selber gestellt. Es war viel Zeit zum Nachdenken. Langsam begriff ich, da war etwas faul geworden in meinem Leben. Etwas stank gewaltig. Ich begann mit Jammern aufzuhören und begann in mich hinein zu hören. Waren die letzten Jahre wirklich die besten Jahre meines Lebens? Nun ohne Zweifel waren es die finanziell ertragreichsten. Aber die Besten?

Nein, und abermals nein. Da fehlte doch irgendetwas. Irgendwann gab es mal eine Zeit, da war alles anders gewesen. Eine Zeit in der alles irgendwie ‚runder' gelaufen war. Langsam kam die Erinnerung wieder. Ja da war etwas. Da war jemand gewesen. Jemand mit dem ich über alles reden konnte. Jemand der immer Zeit für mich hatte, wann immer ich wollte.

Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen.
Dieser Jemand war Jesus Christus. Der eingeborene Sohn Gottes. Der, dem ich vor zwanzig Jahren mein Leben übergeben hatte. Dessen Sklave ich sein wollte. Der mein Herr und Heiland sein sollte.

Ich begriff plötzlich die wahren Zusammenhänge. Nicht irgendein namenloser Gott hatte mich verlassen, sondern ich hatte mich von dem heiligen und gerechten Gott und seinem Sohn entfernt. Anstatt meine Sonntagmorgende in seiner besonderen Gegenwart, im Gottesdienst, zu verbringen, trieb ich mich auf Messen herum. Ich hielt es für wichtiger, mit Kunden, Programmierern oder Herstellern zu reden, als auf das zu hören, was der Auferstandene mir sagen wollte.
Alles was geschehen war, war nichts weiter gewesen als das Rufen eines liebenden Gottes nach seinem verlaufenen Kinde, nach mir.

Ich durfte Buße tun, Ihm meine Sündenschuld bekennen und erfahren: Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er sie uns vergibt.
Ich konnte endlich für alles, was geschehen war, danken. Ich begann für seine Führungen zu danken. Zwar verstand ich noch immer nicht, was nun werden sollte. Doch ich wusste mit absoluter Sicherheit, dass ich in den liebenden Armen meines Gottes geborgen war, was auch immer die Zukunft bringen würde.

Die Erinnerung an frühere Jahre meines Lebens setzte ein. Erinnerung an Zeiten, in denen es finanziell auch nicht rosig gewesen war. Zeiten aber, in denen ich nichts für wichtiger hielt als in Seiner Nähe zu sein, sein Wort zu verkündigen. War es nicht so, dass ich mich in diesen Zeiten wirklich froh wusste. Dass ich genau wusste, dass ich den richtigen Weg ging.
Oh, ich hatte nicht immer das Richtige gemacht. Einige Male bin ich die richtigen Dinge falsch angegangen. Ich will da gar nichts beschönigen. Immer aber war eines sicher: Was immer ich tat, ich tat es aus ehrlicher Liebe zu meinem Herrn und zu den verlorenen Menschen, die ihn nicht kannten oder auch ganz bewusst von Ihm nichts wissen wollten. Der Herr hatte mir viel Gnade geschenkt. Ich durfte zuletzt einige Jahre Sein Wort auf der Straße Drogenabhängigen, Prostituierten, Kriminellen und anderen ‚Randgruppen' bringen. Ich durfte mit einem zu einer christlichen Bücherstube umgebautem Bus durchs Ruhrgebiet fahren und auch da Menschen von der Erlösung durch Jesus Christus erzählen.

Ja, das war die Zeit, in der ich wirklich gelebt hatte. Ach, könnte ich doch nur die Uhr meines Lebens noch einmal zurück drehen. Ich würde zwar im geistlichem Sinn die meisten Dinge noch einmal tun, aber ich würde sie doch teilweise ganz anders angehen.

Ich las inzwischen auch wieder regelmäßig in der Bibel. Bei diesem Lesen merkte ich bald: Auch heute noch hat der Gekreuzigte Sieger von Golgatha, der Herr über mein Leben, auch für mich ein Aufgabe bereit. Beten für andere, die sein Wort verkündigten? Nein, da war etwas anderes, zwar auch dieses Beten, aber eben noch mehr. Etwas, zu dem dieser liebevolle Herr mich hatte zurechtfeilen und -hämmern lassen.

Eine besondere Aufgabe für mich. Das musste es sein.
Oh, ich musste doch einige Jahre auf Antwort warten, aber dann kam sie. Langsam, aber sicher.

Mein ältester Sohn schenkte mir Weihnachten 1999 einen alten, gebrauchten Computer. Bald schon begann ich mich wieder mit den Dingen zu beschäftigen, die einmal mein Beruf gewesen sind. Aber jetzt waren nicht mehr der Wunsch nach Beherrschung der Technik und der wirtschaftliche Erfolg meine Triebfedern. Jetzt war es mein Wunsch, wieder anderen Menschen von diesem wunderbaren und herrlichen Gott zu erzählen. Das Ziel meiner Bemühungen war jetzt: Wie kann ich dieses Ding nutzen, um Seinem Wort Weite zu geben.

Von diesem Gedanken bis zum Internet war es nicht weit. Es erstaunte mich sehr, was aus den bescheidenen Anfängen des Hypertexts geworden war. Als HTML beherrschte er das Internet. Er war das Mittel zur Informationsverbreitung schlechthin geworden. Es musste doch möglich sein, damit auch die Botschaft des Evangeliums weiter zu geben. Nun, auf diese Idee waren schon viele andere vor mir gekommen.

Ich sah die großen christlichen Seiten, wie Jesus.de. Ich sah auch viele schlimme Seiten mit angeblich christlichem Inhalt. Seiten von Sekten, beispielsweise der Zeugen Jehovas oder der Scientology.

Eins erfüllte mich aber auch mit Traurigkeit. Auf vielen christlichen Seiten, welche ich sah, fehlte der klare Ruf zur Bekehrung, zur totalen Übergabe des Lebens an den großen Gott und Herrn, völlig.

Irgendwie war es logischerweise nicht weit bis zu jenem Tag, an dem ich nach ausgiebigem Gebet die erste Internet-Domain bestellte. Jesus-ist-Sieger.de war ans Netz gegangen. Im Laufe der Zeit kamen noch etliche Versionen dieses Namens dazu. Vom Herrn aufs Herz gelegt wurden mir auch die Seiten für zwei Missionen im Ausland.
Heute gehören einige Domains zur "JiS Gruppe".
Unter anderem sind dies dies:

    • www.jesus-ist-sieger.de
    • www.jesusistsieger.de
    • www.jesus-siegt.de
    • www.jesussiegt.de
    • www.japanmission.de (die Arbeit von Gotthold Beck in Japan)

Die Zielsetzung der JiS-Seiten ist:
Verkündigung eines deutlichen klaren Evangeliums, wie es der Herr selber tat, aber auch Paulus und die anderen Apostel.

Klare Aussagen, die es den Lesern erlauben, Gutes von Schlechtem zu trennen, will sagen Irrlehren deutlich anzuprangern. Immer natürlich im Einklang mit der Heiligen Schrift (Galaterbrief, Timotheusbriefe etc.)

Keine opportunistischen Inhalte (damit sind Aussagen gemeint, die jedem Recht geben und niemandem weh tun, also nichtssagende).

Diese JiS-Seiten sollen zwar Menschen dienen, aber sich niemals dazu hergeben, Menschen nach dem Mund zu reden, sondern egal wie der Wind weht, immer zu dem stehen, was Gott will.

Gott hat durch Paulus gezeigt, wie Diener Gottes sein sollen und ihn sagen lassen: "Wie wir früher gesagt haben so sage ich auch jetzt wieder: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt, entgegen dem, was ihr empfangen habt [durch die Bibel (Anmerkung)]: Er sei verflucht! Denn rede ich jetzt Menschen zuliebe oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Knecht nicht." Galater 1, 9-10
 Gewiss ein hoher Anspruch. Aber meinem Herrn war auch nichts schwer genug, als er für mich auf Golgatha starb, damit ich Erlösung von meinen Sünden erfuhr.

Manch einem mag die eine oder andere Seite etwas hart erscheinen. Ich gebe zu, das ist meist Absicht. Es geht hier darum, dass Menschen von ihren bösen Wegen ablassen. Oder anders ausgedrückt: Es geht darum, Menschen vom direkten oder indirekten Weg in die ewige Verdammnis, in die Hölle, auf den Weg zum ewigen Leben, zu dem Sünderheiland Jesus Christus zu bringen und ihnen ein wenig Wegbegleitung zu geben. Die Heimat, die jeder Christ dann braucht, diese Heimat müssen ihm ortsansässige Gemeinden geben. Aber von denen, die hören sollen, haben viele durch lange Jahre der Sünde und des Weghörens verstopfte Ohren und verklebte Augen. Da helfen nur deutliche Töne und Bilder, das ist in meinen Augen ein klares Gebot der Liebe.

Flüstern mögen andere.
Ich bin ein etwas lauterer Rufer in der Wüste des Lebens.

Ich denke, für beide Typen des Verkündigens ist Platz in der Gruppe der Tagelöhner Gottes.

Für beide Typen hat Gott die passenden Ohren zubereitet, die hören werden.

Helfe Gott, dass wir nicht zur falschen Zeit schweigen.
Heute umfasst die Jesus ist Sieger Arbeit zum einen die Weiterführung der Internetseiten (Viele Seiten sind noch in Arbeit). Des Weiteren haben wir eine kleine Digitaldruckerei, in der wir Kleinauflagen christlicher Literatur erstellen und nicht zuletzt, die Durchführung evangelistischer Veranstaltungen, soweit es meine Möglichkeiten zulassen.

Freunde und Förderer aus Nah und Fern helfen uns (meiner Frau und mir) diese Arbeit zu tun. An dieser Stelle deshalb noch einmal Dank. Jede Hilfe ist uns lieb und wichtig. Bei uns zählt jeder Cent.

Noch eins dazu. Meist gelingt es uns nicht die Spenden richtig zuzuordnen. Wir können nur da reagieren, und uns bedanken, wo der Name auf dem Überweisungsbeleg so angegeben ist, dass er auf dem Kontoauszug erscheint.

Sollten Sie den Wunsch haben, mir irgendwie bei meiner Arbeit zu helfen, so lesen Sie doch bitte die Seite über das Unterstützen  durch.

Jetzt wünsche ich Ihnen den unvergleichlich kostbaren Frieden und Segen Gottes und verbleibe

Ihr
Peter Schuler