
Und noch etwas zum Himmel
Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron sitzt, und sagten: Amen, Halleluja!
Und eine Stimme kam vom Thron her, die sprach: Lobt unseren Gott, alle seine Knechte, die ihr ihn fürchtet, die Kleinen und die Großen!
Und ich hörte etwas wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Rollen starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten. Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitgemacht.
Und ihr wurde gegeben, daß sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend, rein; denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen.
Und er spricht zu mir: Schreibe: Glückselig, die eingeladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes! Und er spricht zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes. Offenbarung 19, 4 - 9
Dies ist nun der zweite Teil unserer Betrachtungen über den Himmel.
Fassen wir einmal die Erkenntnisse des ersten Teiles zusammen.
Wenn wir sterben kommen wir nicht in den Himmel, sondern erst einmal in «Abrahams Schoß», ins Paradies in einem besonderen Bereich des Hades, wie immer wir das nennen wollen.
Hier an diesem Ort der Ruhe gelangen alle Kinder GOTTes, alle wiedergeborenen Menschen.
Er ist eine Art Wartestation, ein Wartesaal für die Entrückung, bzw. die Erstauferstehung.
Nach dieser Erstauferstehung erfolgt, an der Seite unseres Herrn und Heilandes, der während (eines Teiles) der Drangsalszeit stattfindende Kampf gegen Satan und das Tausendjährige Reich. Dort werden wir «mit ihm regieren».
Ich weiß (noch) nicht wie das sein wird, nur das es etwas wunderbares sein wird.
Bevor nun der Morgen des Tausendjährigen Reiches anbricht, berichtet uns die Bibel von einer wunderbaren Bekanntmachung die durch den Himmel schallt. Die Ankündigung der Hochzeit des Lammes GOTTes. Die unauflösliche Vereinigung des Bräutigammes mit seiner Braut.
Wer ist diese Braut?
Die Antwort auf diese Frage finden wir in der Bibel. In Offenbarung 21, 9 - 27:
Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, voll der sieben letzten Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm her! Ich will dir die Braut, das Weib des Lammes, zeigen.
Und er führte mich im Geist hinweg auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie aus dem Himmel von Gott herabkam, und sie hatte die Herrlichkeit Gottes. Ihr Lichtglanz war gleich einem sehr kostbaren Edelstein, wie ein kristallheller Jaspisstein; und sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, welche die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels sind:
Nach Osten drei Tore und nach Norden drei Tore und nach Süden drei Tore und nach Westen drei Tore.
Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.
Und der mit mir redete, hatte ein Maß, ein goldenes Rohr, um die Stadt und ihre Tore und ihre Mauer zu messen.
Und die Stadt ist viereckig angelegt, und ihre Länge ist so groß wie die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr auf 12000 Stadien; ihre Länge und Breite und Höhe sind gleich.
Und er maß ihre Mauer, 144 Ellen, eines Menschen Maß, das ist eines Engels Maß.
Und der Baustoff ihrer Mauer war Jaspis und die Stadt reines Gold, gleich reinem Glas.
Die Grundsteine der Mauer der Stadt waren mit jeder Art Edelstein geschmückt: der erste Grundstein ein Jaspis; der zweite ein Saphir; der dritte ein Chalzedon; der vierte ein Smaragd; der fünfte ein Sardonyx; der sechste ein Sarder; der siebente ein Chrysolith; der achte ein Beryll; der neunte ein Topas; der zehnte ein Chrysopras; der elfte ein Hyazinth; der zwölfte ein Amethyst.
Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, je eines der Tore war aus einer Perle, und die Straße der Stadt reines Gold, wie durchsichtiges Glas.
Und ich sah keinen Tempel in ihr, denn der Herr, Gott, der Allmächtige, ist ihr Tempel, und das Lamm.
Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm.
Und die Nationen werden in ihrem Licht wandeln, und die Könige der Erde bringen ihre Herrlichkeit zu ihr.
Und ihre Tore werden bei Tag nicht geschlossen werden, denn Nacht wird dort nicht sein.
Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Nationen zu ihr bringen.
Und alles Unreine wird nicht in sie hineinkommen, noch derjenige, der Greuel und Lüge tut, sondern nur die, welche geschrieben sind im Buch des Lebens des Lammes.
Nun auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, das neue Jerusalem ist nicht die Braut des Lammes. Das ist die Gemeinde des Lebendigen GOTTes, die Versammlung, die er selbst sich mit seinem Blut teuer erkauft hat. siehe dazu: Matthäus 9, 15, Markus 2,19, Lukas 5, 34.
Nicht das neue Jerusalem. Das wird der Wohnort sowohl der Braut als auch des Lammes und GOTTes des HERRen. Dort werden sie «eins sein». Dort wird ihre Hochzeit stattfinden. Dort wird das sein, was bei uns Menschen nur sehr unvollkommen durchscheint aber an vielen Stellen in der Bibel deutlichst erwähnt wird. So zum Beispiel in Epheser 5, 21 ff. Sie werden «Eins sein». Absolut. Das was wir nach 1 Korinther 12, 27a «im Geiste» jetzt schon sind: "Ihr aber seid Christi Leib" werden wir dort auch dem Leibe nach sein. Das ist mit ein Grund dafür, dass unser Auferstehungsleib etwas völlig neues sein wird. Etwas das nicht aus dieser Schöpfung sein wird. Sündlos und rein. Licht vom Lichte.
Es ist nicht sehr viel was wir vom Himmel, vom Leben nach dem Tode wissen.
Ich fasse zusammen:
- Nach dem Sterben (gilt für alle jene, die noch vor der Entrückung heimgerufen werden), werden wir in Abrahams Schoß ruhen.
- Zur Erstauferstehung bekommen wir einen neuen Leib, eine neue Hülle für unsere «Ich», unsere Seele.
Zum gleichen Zeitpunkt findet die Entrückung statt.
Ich will an dieser Stelle bewusst nichts über den Zeitpunkt der Entrückung sagen. Kann also auch nicht darauf eingehen, ob und wie lange wir am Kampf um diese Erde beteiligt sein werden. - Es erfolgt die Proklamation der Hochzeit des Lammes.
- Das Tausendjährige Reich wird begründet.
- Nach dem Ende des Tausendjährigen Reiches gibt es eine kleine Zeit, in der Satan frei gelassen wird.
- Dann erfolgt das Endgericht.
- Das neue Jerusalem, der Neue Himmel und die neue Erde werden erschaffen.
- Die Hochzeit des Lammes findet statt.
Was dann kommt, wie das Eins sein mit dem Lamm und damit mit GOTT selber sein wird? Keines Menschen Wort kann es beschreiben, keines Menschen Geist es in Worte kleiden. Unser Herz aber kann es sehr wohl erfassen, kann uns ruhig werden lassen, uns einen Vorgeschmack dessen geben was uns erwartet. Kann uns schmecken lassen was es heißt in seine Ruhe einzugehen.
Doch bis dahin gibt es noch viel zu tun.
Peter Schuler
