Ganz oder gar nicht

Was soll das denn heißen: "Sei ganz Sein oder lass es ganz sein!"?

Wer ist mit diesem "Sein" gemeint?

Um die letzte Frage zuerst zu beantworten: Dieser "Sein" ist natürlich, wie sollte es auch anders sein, Jesus Christus, der, wahrer GOTT und wahrer Mensch zugleich, für Dich auf Golgatha sein Blut vergoss.

Der Eine oder Andere mag sich jetzt fragen, ob dies nicht ein Aufruf zum Fanatismus se. Nun, es ist weit mehr als das.

Es ist letztendlich die Aufforderung zu sterben. Nichts anderes ist nämlich die Aufforderung GOTTes an den sündigen Menschen. Sein altes "Ich" in den Tod zu schicken und als "neuer Adam" wiedergeboren zu werden.

Es gibt in der Bibel ein Gleichnis, welches den rigorosen Anspruch GOTTes an Dein Leben verdeutlicht.

Wir finden es im Matthäusevangelium im 22ten Kapitel: "Mit dem Reich, das vom Himmel regiert wird, verhält es sich wie mit einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete.

Als es soweit war, schickte er seine Sklaven los, um die, die er zum Fest eingeladen hatte, rufen zu lassen. Doch sie wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Sklaven los und ließ den Eingeladenen sagen: 'Das Festmahl ist angerichtet, Ochsen und Mastkälber geschlachtet, alles ist bereit. Beeilt euch und kommt!'

Doch siemmerten sich überhaupt nicht darum. Der eine hatte auf dem Feld zu tun, der andere im Geschäft.

Einige jedoch packten die Sklaven, misshandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig. Er schickte seine Truppen aus, ließ jene Mörder umbringen und ihre Stadt in Brand stecken.

Dann sagte er zu seinen Sklaven: 'Das Hochzeitsfest ist vorbereitet, aber die Gäste, die ich eingeladen hatte, waren es nicht wert.

Geht jetzt auf die Straßen und ladet alle ein, die ihr trefft.'

Das taten sie und holten alle herein, die sie fanden, Böse und Gute. So füllte sich der Hochzeitssaal mit Gästen.

Als der König hereinkam um zu sehen, wer da gekommen war, fand er einen, der kein Festgewand anhatte.

'Mein Freund', sagte er zu ihm, 'wie bist du überhaupt ohne Festgewand hereingekommen?' Der Mann wusste darauf nichts zu antworten.

Da befahl der König seinen Dienern: 'Fesselt ihm Hände und Füße und werft ihn hinaus in die Finsternis.' Da wird das große Weinen und Zähneknirschen anfangen. Denn viele sind gerufen, aber nur wenige sind erwählt."

Es geht jetzt mal nicht um jene die sich mit fadenscheinigen Argumenten drückten, es geht mir um einen einzigen in der frohen Festgesellschaft der dem König zum Ärgernis wurde.

Jenen, der kein "Festgewand" anhatte.

Warum handelt GOTT hier, scheinbar, so unglaublich hart?

Dieser Mann war doch der Einladung gefolgt. Er hat keine fadenscheinigen Ausreden gebraucht um sich zu drücken, kam vielleicht sogar von der Arbeit, direkt in den Festsaal. Gut, er war eventuell nicht frisch rasiert, gebadet und gewaschen, aber er war gekommen.

Warum akzeptiert der König/GOTT also den Mann nicht wie er ist? Es kommt doch auf das Herz an? Oh ja, es kommt schon auf das Herz an.

Der König in diesem Gleichnis ist ein Souverän, jemand der absolutes Hoheitsrecht genießt. Jemanden, den man ehrt aber mutet man keine "Kränkung" für sein Ansehen zu. Genau darum aber geht es hier. Wem sein Herr, sein Regent oder Fürst nicht einmal saubere Kleidung, die den geltenden Regeln entspricht, wert ist, der schätzt ihn gewiss nicht recht. Der achtet ihn nicht. Ihn nicht und die anderen Gäste auch nicht.

Wer mit beschmutzten Kleidern in einer Menge ist die nur saubere Kleider hat, wird dort sicher den Einen oder Anderen ebenfalls beschmutzen. Niemand der sauber ist, wird jenen, der unsauber ist durch seine Reinheit "anstecken".

Mathematisch ausgedrückt bedeutet es. Wenn zu einer Menge "Reiner" ein "Unreiner" kommt ist die ganze Menge nicht mehr rein.

Der König musste also, schon im Interesse der anderen Gäste, unabhängig von seiner eigenen Sicht, so handeln und den "Unreinen" des Saales verweisen.

Dazu aber kommt eine ganz wichtige, andere Sache.

Es war auch damals noch üblich dass der Bräutigam oder der Brautvater, jedenfalls der, der die Hochzeit ausrichtete, den Hochzeitsgästen eine "angemessene" Kleidung zur Verfügung stellte. (Ich weiß nicht ob geliehen oder geschenkt.) Mag das stimmen oder nicht, GOTT aber stellt all jenen denen er die Teilnahme an der Hochzeit seines Sohnes anbietet, eine angemessene Kleidung zur Verfügung.

Kleidung, die im Blut des Lammes gereinigt wurde.

Teilnehmen an der Hochzeit des Lammes aber kann nur jener, der diese Kleidung auch anzieht.

Denn dieser verwesliche Körper hier muss Unverweslichkeit anziehen, dieses Sterbliche Unsterblichkeit.

Wenn das geschieht, wenn das Vergängliche Unvergänglichkeit und das Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann werden sich die Schriftworte der Propheten erfüllen: "Der Tod ist verschlungen vom Sieg."

"Tod, wo ist denn dein Sieg? Tod, wo bleibt dein Stachel?"

Darum bitte ich Dich, Sei nicht einfach ein Mitläufer. Einer, der meint es reiche einfach dabei zu sein, mitzumachen, zu allen Gemeindestunden da zu sein und zu allem ja und Amen zu sagen.

GOTT will wesentlich mehr von Dir. Er will Dein ganzes Leben.

Er will es von Sonntagmorgen 0.00 Uhr bis samstags abends 24.00 Uhr. Was aber für Dich neu sein mag: Er hat einen völlig legitimen Anspruch darauf.

Genau genommen spielt es dabei eigentlich gar keine Rolle ob Du diesen Anspruch akzeptierst oder nicht.

Dieser Anspruch besteht schon dadurch, dass Du in seinem "Regierungsbereich" lebst.

Aber er geht noch tiefer, noch weiter.

GOTT gab seinen einzig geborenen Sohn, Jesus Christus, in den Tod. Er tat es, damit Du durch das Blut seines Sohnes Vergebung Deiner Sünden und ewiges Leben bekommen kannst.

Seine einzige Bedingung, für die Inanspruchnahme dieses Liebesangebotes GOTTes ist die Anerkennung seiner absoluten Souveränität in und über Deinem Leben.

Das heißt Du musst bekennen, dass Du von ihm "entfernt", also in Sünde, gelebt hast. "In Sünde leben" bedeutet erst einmal nicht spektakuläres, es bedeutet hier erst einmal nur: GOTT war nicht das oberste und einzige Ziel in Deinem Leben.

Wie sich das im Einzelnen äußerte weißt nur Du. Darum wirst Du nicht umhin kommen, dem großen und reinen GOTT über Deine Sünden im Einzelnen zu reden.

Ja, mit GOTT. Er ist zuständig für die Vergebung Deiner ganzen Schuld und Sünde. Ein Seelsorger kann da zwar manchmal helfen, aber vorgeschrieben ist nur das ehrliche(!!!) Bekenntnis GOTT gegenüber.

Darum, prüfe ob Du und Dein Leben ganz und gar GOTT, dem Allmächtigen, gehört oder ob Du auf eigenen Wegen, also in eigener, unvollkommen gereinigter Kleidung, vor seinen Thron treten willst.

Die Bibel definiert die eigene Kleidung so: Gesetzesübungen, äußerliche Anstrengungen, Religion.

Der Weg zu GOTT aber führt nicht über das Halten von Regeln und Gesetzen, sondern nur über seinen Sohn, Jesus Christus, der, wahrer Mensch und wahrer GOTT zugleich, der einzige Weg zu GOTT ist.

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich. Johannes 14,6

so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten - in diesem Namen steht dieser gesund vor euch.

Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verachtet, der zum Eckstein geworden ist.

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen. Apostelgeschichte 4,10-12