
GOTTesfurcht und «Jesusfreund»
Viele Themen auf diesen Seiten überschneiden und ergänzen sich. Dazu gehört auch dieses Thema. Es tangiert sowohl das Thema: Der liebe GOTT ist tot!!! Im Bereich Geheimnisse GOTTes als auch das Thema: Ist GOTT nicht zu hart? im Bereich: Christliches Grundwissen.
Der Grund ist eigentlich recht einfach: Diese Themata haben alle einen gemeinsamen Konsens, aber völlig verschiedene Ausgangspunkte um diese Themen anzugehen.
Auf die Idee, zu diesem Thema, brachte mich eine (Ex)Freundin aus dem "alten" Forum.
Sie begann plötzlich von ihrem guten Freund Jesus zu reden der alle, alles und jeden liebt und niemandem ernsthaft böse sein kann.
Ich war damals etwas irritiert. Das war offensichtlich ein anderer Jesus, als jener Jesus, der ein Gleichnis mit den Worten schließt: „…und jene, die nicht wollten das ich über sie herrsche, bringt sie her und erschlagt sie zu meinen Füßen.“
Dieser «nette Typ von nebenan», den man durchaus auch auf eine Karnevalfeier mitnehmen kann, immerhin hat er ja auch mal gefeiert, dieser nette Typ also, der begeistert die Leute, reißt sie mit und mobilisiert sie zu den verrücktesten Aktionen.
Er ist immer da, stellt keine übertriebenen Forderungen, ja er tadelt nicht einmal, wenn man Mist baut. Ein praktischer Gott den man überall vorzeigen kann. So etwas wie einen übergroßen Bruder also, der zur Stelle ist wenn man ihn braucht, der aber auch gefügig in der Versenkung verschwindet, wen man es wünscht.
Früher hätte man sich so den idealen Hausgötzen gebastelt. Das tut man heute auch noch. Man zieht ihn jetzt nur fromm an und nennt ihn: «Jesus, my Friend!».
Man erzählt ihm sogar alle Sünden. Da er sehr nett ist vergibt er sie auch ganz schnell. Da gibt es nichts. Er ist dann auch nicht zornig, sondern höchstens traurig und schmollt ein wenig. Aber, da niemand wirklich GOTT traurig machen will ist man natürlich ganz brav und strengt sich so richtig an. Dann ist er wieder zufrieden.
Wenn es so wäre, dann müsste der «liebe Gott» wohl zufrieden sein. Zufrieden mit uns und der Welt meint man.
Aber dieses Schmuseevangelium ist eben nicht biblisch. Es hat ein völlig pervertiertes GOTTesbild als Glaubensbasis und hält somit auch keiner biblischen Prüfung stand, will sagen: «Bei der ersten Enttäuschung» ist alles nur noch grau in grau und die ganze Welt böse auf einen.
Schlimm ist allerdings, das dieser tragische Irrsinn auf ein Jesuswort beruft.
„Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete."
«Na klar, warum nicht. Das bisschen Zeugnis machen wir doch mit links. Ist doch kinderleicht Christ zu sein. Halleluja, Amen!» ist die, leider sogar ehrliche Antwort etlicher, meist junger Menschen auf diese Aussage GOTTes.
Ein «Ja», das leider ganz und gar nichts wert ist, sondern jenen, die den Willen GOTTes wirklich suchen, nur völlig unnötige Knüppel zwischen die Beine wirft. Der Fatale Irrsinn hat seine Ursache in einem selektiven Bibellesen, das verhindert, das der Leser einen gesunden Überblick über das biblische Geschehen bekommt. Die Anleitung zum Lesen der Bibel ist dann sehr oft nur ein Bibelleseplan, oder irgendein Losungsbuch. Die Menschen die diese Dinge herstellen, werden schon wissen, was wichtig ist und was nicht. Wo in der Bibel gibt es diese Unterscheidung? Wer legt verbindlich fest, was wichtig ist und was nicht. Nähern wir uns da nicht dieser unsäglichen Klippe: «Was ist GOTTes Wort und was nicht?»? Echte Bibellese bedeutet, sich von vorne bis hinten, durch diesen wunderbaren Brief GOTTes an Dich, hindurchzuarbeiten.
Echte Bibellese gibt nicht auf wenn's mal schwer verständlich wird, etwa bei den unendlichen Listen der Mosebücher, oder der Chroniken. Echt Bibellese gibt nicht auf, wenn es mal nur schwer oder gar nicht zu verstehende Abschnitte gibt. Wenn man bei der nächsten großen Runde wieder an diese Stelle kommt, ist das vorhandene Basiswissen schon viel größer und GOTT kann unserm armen Verstand Dinge klarmachen, die beim letzten Mal für uns noch gar nicht zu verdauen gewesen wären.
Es kann bei dieser Art, die Bibel zu lesen durchaus hilfreich sein, ein Lexikon zu Hand zu haben um z. B. geographische Gegebenheiten nachzuschlagen.
Sehr bald schon wird sich dann, aufgrund des Handeln GOTTes mit seinem Volk oder der jungen Gemeinde, ein «Gefühl» einstellen das die Alten «GOTTesfurcht» nannten.
Etwas, was nicht aus der Angst erwächst die man vor einem mysteriösen «Monstergott» haben müsste, sondern etwas, das der Heiligkeit Gottes entspringt.
Seiner Heiligkeit, seiner Gerechtigkeit und seiner unverbrüchlichen Liebe und Treue.
Nun, wie aber kann sich dann dieses negative GOTTes/Jesusbild entwickeln?
Ich sagte schon, dass die Ursache in einer falschen Art die Bibel zu lesen liegt.
Ich nannte es «selektives Bibellesen».
Hier ein Verslein dort vielleicht, wie in unserem Fall ein halber Vers, aus dem, wenn man noch ein paar Verskrüppel dazu nimmt sehr schnell eine neue, krause Irrlehre wird.
„Ihr seid meine Freunde, ...“, ein halber Vers?
Sicher. Zudem wurde er auch noch völlig aus seinem Umfeld gerissen.
Der ganze Abschnitt lautete: "Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!
Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.
Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude völlig werde.
Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe.
Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben hingibt für seine Freunde.
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.
Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn der Sklave weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe.
Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, damit, was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe.
Dies gebiete ich euch, dass ihr einander liebt!" Johannes 15,9-17
Der Sieger von Golgatha, sagt hier tatsächlich. Ihr seid meine Freunde.
Abraham wurde "Freund GOTTes" genannt, nennt er jetzt GOTT ebenfalls GOTT seinen Freund? Im Gegenteil Abraham begegnete GOTT immer mit dem Schuldigen Respekt. Er nannte GOTT niemals «Lieber Freund». Aber auch die Apostel taten das nie. Sie hatten die Ansprache Jesu ganz im Ohr. "…wenn ihr tut, was ich Euch sage." geht sie weiter.
Wenn wir diese Rede ganz ansehen haben wir hier ein wunderbares Beispiel der großen Liebe und Heiligkeit GOTTes.
Der Abschnitt geht mit der Begründung weiter: "Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn der Sklave weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe.
Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, damit, was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe.
Dies gebiete ich euch, dass ihr einander liebt!"
Die Begründung ist, das er GOTT seinen Jüngern alles erklärt hat was er "..von seinem Vater gehört hat". Aber das ist ja bei jenen, die Jesus heute ihren «guten Freund» nennen gewiss nicht der Fall. In der Regel zeichnen sie sich gerade durch eine aufregende Unkenntnis des Willen GOTTes aus. Das bedingt natürlich auch das sie gar nicht wissen können, vielfach auch nicht wollen, was GOTT von ihnen will, weder sind geistliches Wachstum, noch Zucht eine Frage für sie. Und wer braucht denn schon Erkenntnis.
Fehlt aber die Erkenntnis, ist kein Wachstum da, kann es auch gar keine Ehrfurcht, keine GOTTesfurcht geben.
"Geht nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis?
Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?
Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie Gott gesagt hat: "Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein."
Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab! spricht der Herr. Und rührt Unreines nicht an! Und ich werde euch annehmen und werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.
Da wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.
Gebt uns Raum in euren Herzen! Wir haben niemand unrecht getan, wir haben niemand zugrunde gerichtet, wir haben niemand übervorteilt.
Nicht um zu verurteilen, rede ich; denn ich habe vorhin gesagt, dass ihr in unseren Herzen seid, um mit zu sterben und mit zu leben.
Groß ist meine Freimütigkeit euch gegenüber, groß mein Rühmen über euch; ich bin mit Trost erfüllt, ich bin überreich an Freude bei all unserer Bedrängnis." 2.Korinther 6,14-7,4
Ohne GOTTesfurcht aber ist, haben wir hier gelesen, Heiligung nicht möglich.
Dagegen kontern die "Freund Jesus" Anhänger, sie seien eben wie die Kindlein.
Das mag für eine Weile sogar stimmen und angehen. Aber wenn ein Mensch absolut nicht wachsen will (zum vollen Manneswuchs, in Christus), wenn er deswegen seine geistliche Nahrung verweigert, nur weil er ja irgendwann seine Kinderschuhen entwachsen könnte, dann bleibt die berechtigte Frage: "Ist er/sie wiedergeboren und damit Kind GOTTes?".
Wenn es an dem ist, dann wird GOTT den Betreffenden sicher zurecht bringen, ist aber die Herzenshärte, das «nicht wachsen wollen», so weit fortgeschritten, das keine Heilung mehr möglich ist, bleibt GOTT nur der eine Ausweg, das ungehorsame Kind GOTTes «aus dem Verkehr zu ziehen» damit kein weiterer Schaden angerichtet wird.
Es gibt ein schreckliches Beispiel im ersten Korintherbrief.
Die Gemeinde rühmte sich ihrer «Liebe und Toleranz». Sie duldete in Ihrer Mitte einen der die Frau seines Vaters «als Frau» benutzte. Er durfte auch weiter am Gedächtnismahl teilnehmen und niemand wies ihn auf den Willen GOTTes hin.
GOTT aber reagiert empört. Er lässt den Sünder (und seine Frau) aus der Gemeinde ausschließen und man höre "… den Menschen dem Satan über geben, damit auf Dauer die Seele des Mannes gerettet werde."
Hier folgt der genaue Text: "Überhaupt hört man, dass Unzucht unter euch ist, und eine solche Unzucht, die selbst unter den Nationen nicht stattfinde: dass einer seines Vaters Frau hat.
Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht etwa Leid getragen, damit der, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt würde!
Denn ich, zwar dem Leibe nach abwesend, aber im Geiste anwesend, habe schon als anwesend das Urteil gefällt über den, der dieses so verübt hat, - wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesus versammelt seid - einen solchen im Namen unseres Herrn Jesus dem Satan zu überliefern zum Verderben des Fleisches, damit der Geist errettet werde am Tage des Herrn.
Euer Rühmen ist nicht gut. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert?" 1.Korinther 5,1-6
Zum geistlichen Wachsen sagt die Bibel, ist ein ständiges schärfen der geistlichen Sinne notwendig.
Der Schärfstein dafür aber ist einzig und allein die Bibel, das einzige Wort GOTTes.
Denn da Wissen um den Willen GOTTes, das über und zurüsten mit der geistlichen Waffenrüstung ist nur mit einer möglichst genauen Kenntnis seines Willen und Wortes notwendig.
Kalenderblättchen und Losungen, mögen eine Hilfe sein, aber sie können das kontinuierliche lesen des Wortes GOTTes nicht ersetzen.
Als der Apostel Paulus, der ebenfalls ein herausragendes Beispiel eines Menschen mit GOTTesfurcht ist, zum lebendigen Glauben kommt, übernimmt er auch nicht einfach die Lehren der anderen Jünger, sondern GOTT selber rüstet ihn in der Einsamkeit (seine Briefe beweisen) durch sein Wort, welches er kannte zu.
Noch eines: GOTTesfurcht hat nichts mit Angst, sondern sehr viel mit Respekt vor dem SchöpferGOTT zu tun. Auch mit Respekt vor dem Sieger auf Golgatha.
Der lädt auch Dich ein zu einem gesunden Glaubensleben ein.
Ein Leben an seiner Seite, Ein Leben aber auch in dem Du nicht nur Kind GOTTes bist, meiner Meinung nach, erheblich besser und mehr als Freund, sondern er die absolute "Befehlsgewalt" über Dein Leben hat. Ein Leben in dem Du gerne tust was er will, weil Du GOTT Deinen Vater nennen kannst und weißt: Er täuscht Dich nie. Wenn Du also wirklich Kind GOTTes sein willst, wenn Du wirklich Dein Leben in seine Hand legen willst, dann bekenne ihm Deine Sünden, nimm den Erlass Deiner selbst verschuldeten Sündenstrafe im Glauben an. Dann darfst Du wissen, in Jesus wurde er Dir ein liebender Vater.
Wenn Du aber darauf beharrst Dein Leben weiter ohne diesen liebenden Vater zu führen dann bedenke: "Es ist furchtbar, unerlöst in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!" Hebräer 10,31
Ob ich Dir etwa Angst machen will?
Ja!
Tue nun Buße
GOTT wartet auf Dich
