Von der Freiheit in Jesus Christus?

Die Frage  ob man als Christ wirklich frei ist stellt sich eigentlich immer wieder neu. Ich denke, sie muss auch immer wieder neu überdacht und beantwortet werden.
Nein, nicht weil sich die Antwort immer ändert, sondern weil Menschen nicht nur sehr schnell vergessen, sondern auch, weil sie immer wieder neu den Blick gerne auf das, ihrer Meinung nach, Negative lenken und dann das froh und/oder freimachende aus den Augen verlieren.
Wenn jemand sagt er sei jetzt ein wiedergeborener Christ, so muss er damit rechnen das er mitleidig gefragt wird: ob er/sie jetzt nicht auf vieles, was Spaß macht verzichten muss.
Die darauf meistgegebene Antwort ist meistens nur ein Herumdrucksen, im Höchstfall ein Erklären das eben alles Sünde ist, was nichts mit GOTT zu tun hat.
Wollen wir doch einmal prüfen, ob das so angebracht ist.
Ist das Herumdrucksen angebracht?
Ich denke nein, gewiss nicht.
Wofür sollte sich ein Kind GOTTes denn schämen?
Für die Tatsache, das es Königskind ist?
Nein!
Für die Tatsache, das ihm alle Sünden vergeben sind?
Nein!
Für die Tatsache, das sein GOTT diese Welt und alles andere schuf?
Nein!
Für die Tatsache, das sein GOTT es unermesslich liebt?
Nein!
Für die Tatsache, das es die eine oder andere Sache gibt, die es nicht mehr tut?
Äh!?
Da sind wir doch glatt auf ein weit verbreitetes Vorurteil gestoßen. "Als Christ darf man das nicht."
Was darf man da nicht, wo verliert man seine Freiheit, Tun und Lassen zu können, was immer gut für einen ist??
Ich denke gerade diese Freiheit verliert man eben nicht. Sondern man gewinnt sie erst durch eine erfolgte Bekehrung und Wiedergeburt zu Jesus Christus.
Schauen wir einmal, wie diese Freiheit «der Welt», die sie so sehr schätzt, denn aussieht.
Behauptung eins:
Die Freiheit ist grenzenlos.
Natürlich, außer jemand anders will sie auch nutzen. Das Grundgesetz sagt das so:
Artikel eins
"(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
… Artikel zwei
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden."

Hört sich doch gut an.
Nun, ich will ja nicht politisieren, aber in der Praxis sieht das für viele ganz anders aus.
Das «Du kommst hier nicht rein!» gilt nicht nur für manch (Möchtegern)Gäste in Diskotheken.
Es gilt viel zu oft auch für Gehbehinderte in Zügen, Straßenbahnen, Theatern, Kinos, etc.
Wer jetzt sagt, ich würde doch stark übertreiben, dem empfehle ich mal, mit einem Rollstuhl bewaffnet von Essen-Kettwig aus einen Besuch in der Villa Hügel zu machen, dann weiter bis Essen-Karnap mit einem Shopping in der City und abends ins Variete.
Spaß macht es auch, mit einem Hautausschlag ins Schwimmbad zu gehen.
Auch die Meinungsfreiheit gilt nur etwas, wenn Du unter Gleichgesinnten bist.
Oder traust Du Dich etwa, in einer Münchener Kneipe ein Fußballspiel zu schauen, sagen wir München gegen Schalke 04, und für Schalke zu Jubeln.
Das ist fast so schlimm, wie in Düsseldorf ein Kölsch zu trinken.
In Deinem ganzen Verhalten, ja schon beim Aussehen, bist Du doch allen möglichen Regeln unterbunden.
Noch nicht einmal «Dein Recht» bekommst Du nach dem Freiheitsprinzip, sondern nach einem feinstens ausgeklügelten Rechtprinzip das in der Regel natürlich auch die Interessen des Staates bei diesem Rechtsstreit in Betracht zieht.
Versuch doch mal, anstelle um acht, erst um zehn zu Arbeit zu gehen.
Du sagst, das sind doch alles nur Lappalien. Richtig. Sind es. Regeln müssen ja auch sein, und allen kann man es nicht recht machen.
Gut gesprochen. Und mit Sicherheit will ich unser Rechtssystem nicht kritisieren, außer es sei wirklich angebracht.
Darum geht es auch nicht.
Es geht einfach darum, dass jede Gesellschaft in Regeln eingebunden sein muss. Solche Regeln gab es zu jeder Zeit.
Zu jeder Zeit gab es auch Menschen die aus diesen Regeln ausbrechen, «frei sein» wollten.
Ein zweites ist das die Regeln einer Gemeinschaft immer auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sein müssen.
Ein Kegelklub, der das Kegeln verbietet ist genau so Schwachsinn, wie ein Antialkoholikerverein, der jedes neue Mitglied mit einer Sauforgie feiert.
Eine Gemeinschaft, wie ein Staat, also eine relativ große Gemeinschaft, muss bei seiner Ordnung darauf achten, dass niemand zu sehr «untergebuttert» wird und gleichzeitig niemand zu sehr gevorteilt wird.
Gemeinsam haben aber alle Clubs, Vereine oder sonstigen Gemeinschaften das der «Frieden untereinander» in ihren Kreisen oberstes Ziel ist, so militant ihre sonstigen Ziele auch sein mögen.
Anders gesagt: «Größtmögliche Freiheit für alle bei kleinstmöglicher Einschränkung für den einzelnen.»
Das gilt natürlich auch für Christen. Ja hier gilt es sogar noch sensibler zu sein, den GOTT sagt in seinem Wort: "Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
Sie antworteten ihm: Wir sind Abrahams Nachkommenschaft und sind nie jemandes Sklaven gewesen. Wie sagst du: Ihr sollt frei werden?
Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Sklave."
Johannes 8,31-34
Gleich zwei wichtige Grundaussagen zu unserem Thema.

  1. Die Wahrheit macht (wirklich) frei!
    Genau das ist es, erst wenn ich die wahren Gründe für die Einschränkung meiner Freiheit kenne, kann ich entscheiden, ob ich diese Einschränkungen akzeptiere, oder ob ich dagegen rebelliere.
  2. Jeder der Sünde tut, ist ein Sklave der Sünde.
    Auch hier ist der Kern genau getroffen. Jeder hat schon erfahren, das eine Lüge ein ganzes Geschwader an neuen Lügen zeugt.

Niemand hat es bisher aus eigener Kraft geschafft sich aus den Zwängen einer Sünde zu lösen.
Erst macht es riesigen Spaß, dann, wenn es schon etwas fade geworden ist, kommt meist der Katzenjammer, dann aber kann man nicht mehr ohne. Ich rede hier nicht von Alkohol oder Drogen.
Ich rede von der eigentlichen Sünde des Menschen.
Das ist: Sein Leben ohne GOTT zu leben.
Wie bitte.
Nun, GOTT ist Dein Schöpfer.
"Denn du bildetest meine Nieren. Du wobst mich in meiner Mutter Leib.
Ich preise dich darüber, daß ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl.
Nicht verborgen war mein Gebein vor dir, als ich gemacht wurde im Verborgenen, gewoben in den Tiefen der Erde."
Psalm 139,13-15
Das ist der eine Grund. Deine Geburt, geschah nicht zu Selbstzweck, oder weil Deine Eltern, mehr oder weniger, Lust dazu hatten, sie geschah durch Willen und Kraft des SchöpferGOTTes Jesus Christus. "…und ein Herr, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn."
1 Korinther 8,6
Irgendwann in Deinem Leben hast Du eine Entscheidung getroffen, etwas zu tun, was dem Willen GOTTes nicht entsprach. Ich weiß nicht was es war und nicht wann, aber seither ist die Verbindung zwischen GOTT und Dir nicht nur gestört, sondern sie ist völlig zerstört.
Von da an ging es in Deinem Leben immer weiter bergab.
GOTT aber gefiel dieser Zustand ganz und gar nicht.
Er hatte Dich zu einem ganz bestimmten Zweck, für eine bestimmte Aufgabe geschaffen.
Ich kann Dir nicht sagen was das war, aber ich weiß, das GOTT unbedingt mit Dir in Kontakt kommen wollte.
Das konnte er aber nicht direkt tun. Du warst Du Deine Sünde für GOTT nicht nur untauglich geworden und total verschmutzt, Du warst auch schon durch die erste Sünde zu Tode verurteilt. Zur endgültigen Trennung von GOTT durch Deine «Einweisung» in die Hölle.
Deine Seele war also nur durch den Tod zu retten, war sie aber tot war sie für GOTT nicht mehr brauchbar.
Ein Dilemma, das niemand zu lösen vermochte, außer demjenigen, der dieses Urteil gefällt hatte. GOTT selber.
Nun, GOTT sandte für Dich seinen eigenen Sohn Jesus Christus. Er sandte ihn nicht in diese Welt das er Dir mit wohlgesetzten Worten die Umkehr zu GOTT schmackhaft mache, nein, er schickte ihn in diese Welt, damit er, am Kreuz auf Golgatha, für Dich Deine Sündenschuld bezahlte.
Das Bezahlen dieser offenen Rechnung Deines Lebens, schuf Dir die Möglichkeit Dich frei zu entscheiden.
Zu entscheiden, ob Du in Zukunft GOTT gegenüber gehorsam sein willst oder lieber nicht. Worin besteht dieser Gehorsam GOTT gegenüber?
Nun GOTT sagt, das Du nur durch Jesus Christus wieder in ein normales Verhältnis zu ihm kommen kannst, ja, Deinem Leben einen, den einzigen wirklichen Sinn geben kannst.
Nur durch eine erfolgte Wiedergeburt kannst Du, wenn Du magst, Kind GOTTes werden.
Dazu musst Du, wie die Bibel sagt Buße tun, eine 180 Grad Wendung in Deinem Leben vollziehen. Von, was immer der GOTT Deines bisherigen Lebens war, hin zu dem der für Dich zum Sieger von Golgatha wurde.
Buße bedingt die Einsicht in Deine Sünde und die Verkehrtheit Deines Lebens und den festen Willen, in Zukunft, nach GOTTes Willen zu leben und sich seinen Regeln zu unterwerfen. Zu den Regeln GOTTes sagt der Herr Jesus einmal. "Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.
Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und "ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen"; denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht."
Matthäus 11,28-30
Es kommt mir hier eigentlich hauptsächlich auf jenen Teil mit dem Joch an. GOTT sagt dass sein Joch nicht einengt, sondern, dass es leicht ist.
Den Beweis dafür werde ich gleich antreten.
Erst sei noch auf den Einleitungsvers dieser Rede hingewiesen.
Eingeladen sind hier nur die Mühseligen und Beladenen. Nicht die Starken und Freien, die Klugen und Schönen. Jeder, der von sich selbst noch als den Besten und Klügsten denkt, hat keinerlei Chance zu GOTT zu kommen. Erst wer eingesehen hat das er selbst nicht fähig ist den Weg zu GOTT zu gehen, erst der kann diesen Weg über Jesus Christus gehen.
Das leichte Joch? Was ist das?
Man könnte es in einen Satz fassen: Bleib an meiner Hand!. Ja das ist alles, mehr verlangt GOTT nicht von Dir. Er will Dich nur in seiner Gegenwart haben.
Das sind alle Einschränkungen, die GOTT von Dir verlangt. Mehr nicht.
Was ist jetzt mit der Freiheit, musst Du die aufgeben?
Ab jetzt darfst Du alles tun, zu dem Du an der Hand GOTTes gehen kannst. Nicht mehr und nicht weniger?
Doch, ein paar Einschränkungen gibt es schon noch.
Als in Galatien die ersten Nichtjuden zum lebendigen Glauben an Jesus Christus kamen, war die Konfusion unter den Juden groß. Mussten diese jetzt den nicht auch das Gesetz halten, sich nicht wenigsten beschneiden lassen? Oder die Speisegebote und die zehn Gebote halten?
Auf einem Treffen in Jerusalem wurde in Einvernehmen der Apostel untereinander, den Ältesten, allen Gemeinden und dem Heiligen Geist folgende Vorschrift erlassen: Und sie schrieben durch ihre Hand: "Die Apostel und die Ältesten, eure Brüder, an die Brüder aus den Nationen zu Antiochia und in Syrien und Zilizien ihren Gruß.
Weil wir gehört haben, dass einige, die aus unserer Mitte hervorgegangen sind, euch mit Worten beunruhigt und eure Seelen verstört haben - denen wir keine Befehle gegeben haben - schien es uns, nachdem wir einstimmig geworden, gut, Männer auszuwählen und sie zu euch zu senden mit unseren geliebten Barnabas und Paulus, Leuten, die ihr Leben hingegeben haben für den Namen unseres Herrn Jesus Christus.
Wir haben nun Judas und Silas gesandt, die auch selbst mündlich dasselbe verkünden werden. Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke:
euch zu enthalten von Götzenopfern
und von Blut
und von Ersticktem
und von Unzucht.
Wenn ihr euch davor bewahrt, so werdet ihr wohl tun. Lebt wohl!"
Nachdem sie nun entlassen waren, kamen sie nach Antiochia hinab; und sie versammelten die Menge und übergaben den Brief."
Apostelgeschichte 15,23-30
Das sind die Forderungen GOTTes an die Wiedergeborenen. Sonst nichts.
Jeder, sagt Paulus den Empfängern dieses Briefes einige Jahre später, jeder der ihnen etwas anderes predigt sei, auch wenn es ein Engel vom Himmel wäre, ist verflucht.
Alles, was die Apostel später noch an genaueren Beschreibungen der Regeln GOTTes in seinem Auftrag in seinem Wort niederschrieben findet sich in diesen Versen wieder.
Natürlich erlaubt diese große Freiheit nicht willkürlich mit der Gegenwart GOTTes zu handeln, deshalb hat GOTT immer wieder, wenn eine Gemeinde, oder einzelne Gläubigen abirrten, sich «vom rechten Weg» entfernten, Details einfügen lassen die die Menschen übersehehatten. Aber die Kernforderung GOTTes an sein Jünger, an die Gemeinde ist nie wirklich verändert worden.
Du kannst nun wählen zwischen der Freiheit die GOTT gibt oder jener Gebundenheit, in der Du jetzt steckst.

Sei klug, und wähle das Leben mit GOTT!