
Gefährliches Spiel
Karl Marx (1818-83) schrieb 1844 in der Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie: »Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.«
Nun aus unserer Arbeit mit Drogenabhängigen weiß ich das der ständige und exessive Gebrauch von Drogen auf die Dauer zu einer Verdummung führt.
Der Mensch sieht die Dinge nicht mehr realistisch. Er baut sich seine eigene verquere Welt auf. Nach eigenen Regeln und Gesetzen.
Diese Regeln kollidieren zwar oft mit der Realität, aber das ficht den Kranken wenig an.
Marx und vor ihm Heinrich Heine haben, wenn auch mit viel Zynismus, hier einen klaren Blick für die Religion bewiesen.
Sie ist nichts anderes als Opium, lullt ein, betäubt, lenkt vom Wichtigsten ab. Ein schlimmes Beispiel ist mein eigenes Leben.
Katholisch erzogen und aufgewachsen war es recht einfach gestrickt. Hatte ich etwas „ausgefressen“ ging ich zu Beichte und alles war gut. Ein echtes Schuldgefühl kam gar nicht erst auf. Von montags bis freitags als kleiner Gauner unterwegs. Samstags gebeichtet – sonntags heilig.
So hatte ich es gelernt und so machte ich es. Ich hielt die Regeln der Gesellschaft (in dieser Beziehung) ein.
Ich hatte ein gutes Gewissen.
Was Gott wollte? Was ging´s mich an.
Erst als aus der Religion lebendiger Glaube wurde, lernte ich den wahren Willen Gottes kenne. Ich fand ihn in der Bibel.
Was ich da zu den einzelnen Themen fand, findet ihr auf den folgenden Seiten.
