Die Menge-Bibel 

Über die Enstehungsgeschichte der Mengebibel gibt es mehrere «Legenden». Eine besagt das Herman Menge sich mit der Bibel zu befassen begann um zu beweisen, das das Wort GOTTes mit Widersprüchen gespickt sei. Im Laufe seiner Arbeit habe er sich dann bekehrt. Andere Berichte gehen davon aus, das er aus philologischem Interesse die Bibelübersetzung begann. Die Aussage er habe sich bei der Übersetung bekehrt findet sich aber vielfach.

Der folgende Bericht ist wieder ein Auszug aus Wikipedia - Herman Menge.

Im Ruhestand beschäftigte sich Menge intensiv mit der Bibel und ihren bisherigen Übersetzungen. Zunächst widmete er sich einer Übersetzung des Neuen Testaments in modernes Deutsch, die im Mai 1909 erschien. Die folgenden zwölf Jahre verwandte auf eine zusätzliche Übersetzung des Alten Testaments. Zunächst dachte er nicht an eine Veröffentlichung des abgeschlossenen Werkes, da er an dessen Erfolg zweifelte. Als die Württembergische Bibelanstalt jedoch von seiner Übersetzung erfuhr, konnte sie ihn zur Zustimmung bewegen und veröffentlichte die Menge-Bibel erstmals 1926. Für seine Verdienste um die Bibelübersetzung wurde ihm von der Theologischen Fakultät der Universität Münster zwei Jahre später ein Ehrendoktortitel verliehen. Dennoch revidierte Menge seinen Text bis kurz vor seinem Tod mehrmals.

Als Sprachenkenner versuchte Menge, wörtlich und gleichzeitig sinngemäß zu übersetzen, wobei er im Konfliktfall der freieren Methode den Vorzug gab. Das Ergebnis ist eine philologisch geprägte, literarisch schöne Bibel. Menge verwendete Fußnoten (zum Teil auch in Klammern im Text) mit Hinweisen auf alternative Übersetzungsmöglichkeiten und ein mehrstufiges System von Überschriften.

Leseprobe (Matthäus 18,23-24) aus der Version von 1940:"Darum ist das Himmelreich einem König vergleichbar, der mit seinen Knechten (Dienern oder Beamten) abrechnen wollte. Als er nun mit der Abrechnung begann, wurde ihm einer vorgeführt, der ihm zehntausend Talente **) schuldig war."

**) etwa 75 Millionen Mark, vgl. 25,15