Brunsbibel

Die 1963 von dem evangelischen Pfarrer vollendete Bibelübersetzung war in den sechziger Jahren eine sprachlich gefällige Alternative zur Luther-Bibel in den evangelischen Kirchen. Im Jahre 1993 erschien eine durchgesehene, völlig neu gestaltete Auflage.

Die Übersetzung in ein verständliches, moderneres Deutsch gilt als durchweg gelungen. Die geistliche Ausrichtung ist allerdings doch sehr stark in Richtung Allversöhner geprägt. Für den «Nichtbibelleser ist es zudem nicht ganz einfach zwischen dem Bibeltext und den Anmerkungen zu unterscheiden. Bei den Anmerkungen  sind viele bibelkritische Abweichungen vorhanden.

Ihm lag daran, in verständlichem Deutsch die Menschen der Gegenwart in seinem Sinne zu erreichen und zu «leiten». Darum waren ihm die Erklärungen der biblischen Texte auch so wichtig.

Leseprobe  Matthäus 18,23-24:

Darum gleicht die Königsherrschaft der Himmel einem König, der mit seinen Dienern abrechnen wollte. Als er damit begann, kam einer vor ihn, der war ihm zehntausend Zentner Silber schuldig.

Wir erwarten von Gott Vergebung, vergessen aber leicht, anderen genauso zu vergeben. Jesus weiß von wirklicher Vergebungsbereitschaft Gottes; aber er erwartet nun dasselbe von seinen Jüngern allen Menschen gegenüber. Bei zehntausend Zentnern denkt der Herr an die "Millionensumme" Schulden, die wir vor Gott haben, die er aber tatsächlich auf unsere Bitte hin durchstreicht. So tragen wir vielfach geringere Schuld Menschen nach und sind nicht bereit, zu vergeben und zu vergessen.

Was hier ,weil farblich getrennt leicht zu erkennen ist ist in der Brunsbibel nur schwer zuzuordnen.

Darum rate ich von dieser Bibel ab.